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| Asservatenkammer |
Seit etwa 150 Jahren ist es dem Menschen durch moderne Transportmittel
möglich, seine Beute aus allen Winkeln der Welt in seine Heimat
zu importieren. Dies hat eine großflächige Ausbreitung des Wildtierhandels
erst möglich gemacht. Zahlreiche Tiere verschwanden in den aufkommenden
Zoos und Zirkussen oder fanden als ausgestopfte Trophäen ihren Weg
ins Wohnzimmer. Die Lederindustrie verarbeitete massenweise den Pelz
von Otter, Biber und Seehund und sorgten für eine starke Dezimierung
der Arten. In Feinkostgeschäften fanden Frösche, Meeresschildkröten
und Störe (Kaviar) ihre Kunden. Die Verarbeitung von Elfenbein zu
Schmuck, Kunsthandwerk, Klaviertastenbeläge und Billiardkugeln kostete
bis Ende der 80er Jahre vielen Millionen Afrikanischer Elefanten das
Leben.
Die
unmittelbar drohende Ausrottung der großen Fleckkatzen, einiger
Otter-Arten, der Asiatischen Elefanten, der Nashörner und einiger
Großpapageien, sowie die Befürchtung, dass immer mehr noch relativ
häufig vertretenen Arten von der Ausrottung bedroht werden könnten,
führte 1973 zur Paragraphierung eines international wirksamen Schutzvertrages:
des Washingtoner Artenschutzübereinkommens.
Dieses Übereinkommen, in Deutschland kurz "WA" und international
"CITES" (Conven-tion on international Trade in Endagerd Species
of Wild Fauna and Flora) abgekürzt, reguliert seit seinem Inkrafttreten
am 1. Juli 1975 den internationalen Handel mit gefährdeten Wildtieren
und -pflanzen (sowie Teilen und Produkten aus ihnen) zwischen den
beigetretenen Vertragsstaaten. So soll sicher gestellt werden, dass
der Handel nicht weiter zur Ausrottung von Tieren und Pflanzen beiträgt.
Weitere Informationen zum CITES:
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Text: Aktionsgemeinschaft
Artenschutz e.V.