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Polargebiete
- Eine Region droht zerstört zu werden

Die Polargebiete werden oft als Beispiel genannt, wenn es um die fortschreitende Klimaerwärmung geht. Die Polkappen schmelzen und die in dieser Region so wichtigen Dauerfrostböden drohen zu verrutschen und ebenfalls zu schmelzen.

Auch in dieser, gegenüber dem tropischen Regenwald spärlich bewachsenen, Region gibt es einiges an Leben, das dafür um so sensibler auf Veränderungen reagiert: Jahrhunderte alte Bart- und Strauchflechten zum Beispiel erreichen durch den äußerst geringen Zuwachs an Biomasse oft nur eine Wuchshöhe von 8-10 Zentimetern. Werden die Pflanzen durch Fußtritte oder Fahrzeugspuren zerstört, braucht die Vegetation aber Jahrhunderte, um sich wieder zu regenerieren.

Doch nicht nur die Einwirkungen der Klimaerwärmung und Fahrzeugspuren sind hier verheerend. U.a. gehen durch den Antarktistourismus folgende konkreten Gefährdungen aus:

  • Störungen der Pinguin-, Robben- und See-Elefanten-Kolonien während der Brut- oder Aufzuchtperiode
  • Zertrampeln der spärlichen Tundrenvegetation
  • Einschleppen von Tier- und Pflanzenkrankheiten
  • erhöhtes Risiko von Ölunfällen durch Kreuzfahrtschiffe" (Blümel 1990)
Auch ist die Gefahr, die von Mülldeponien ausgeht, nicht zu vergessen: Unachtsam entsorgte Chemikalien und Treibstoffreste bilden auf dem Dauerfrostboden giftige Lagunen, durch die Pflanzen und Tiere verseucht und zugrunde gehen. Durch scharfe Gegenstände werden Pinguine und andere Tiere verletzt.

Umweltverbände fordern eine Öffnung der nördlichen Antarktischen Halbinsel für den Tourismus und im Gegenzug hierzu eine Sperrung der übrigen Küstengebiete. Auf der nördlichen Halbinsel sind bereits zahlreiche Stationen zu finden, dafür sollen wenigstens die übrigen Bereiche streng geschützt werden.

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