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Wege aus der Krise
- Artenvielfalt bedeutet Lebensqualität

Der direkte Weg, den jeder Verbraucher gehen kann, ist der Verzicht auf Waren, die aus Raubbau gewonnen werden. Denn um so weniger (umweltschädliche) Produkte gekauft werden, um so unrentabler wird das Geschäft mit diesen. Die logische Folge ist, dass soviel Produkte weniger produziert werden, wie sie nicht verbraucht werden. Wenn Sie sich also z.B. keinen Schrank aus Tropenholz kaufen, wird für diesen auch kein Baum in den Tropen gefällt. Ausreden, wie "dann kauft ihn ein anderer" zählen hierbei nicht. Am Endeffekt wird immer ein Schrank weniger produziert werden, da Sie mit ihrer Entscheidung die Nachfrage nicht weiter anregen. Auch Ausreden, wie "die armen Leute müssen sich aber doch davon ernähren", zählen nicht. Tatsache ist, dass andere Methoden der Einkommenserwerbung existieren. Zahlreiche Beispiele zeigen z.B. dass mit der Vermarktung von Produkten aus dem Regenwald, die ihm nicht schaden, viel mehr Geld zu verdienen ist, als mit der Abholzung des Waldstückes.

Der Staat müsste, damit die Notwendigkeit des Umweltschutzes von der breiten Bevölkerung erkannt wird, Bildungsmaßnahmen im eigenen Land durchführen, zumindest aber Informationskampagnen finanziell unterstützen. Trotz der Erkenntnis, dass Umweltschutz eines der wichtigsten Themen unserer Zeit ist, gilt es bei uns, vor allem unter Jugendlichen als "out". Es spricht außer den im Umweltschutz involvierten bei uns kaum noch jemand über das Thema, woran auch die Medien mitschuldig sind. Sie berichten nur bei Skandalen oder spektakulären Aktionen über das Thema. Wenn alle über die Themen Artenschutz (= Menschenschutz) Bescheid wissen würden, würde Deutschland sicher nicht mehr einer der größten Importeure von Tropenhölzern sein. Es würde beim Griff ins Regal erst einmal ein Gedankenvorgang einsetzen.

Darüber hinaus müssen Grundlagen in Form von Gesetzen geschaffen werden, die eine harte Bestrafung von Schmugglern, die gewilderte Wahre einführen, möglich machen. Ihnen muss der Profit zerstört und es muss dringend für Abschreckung gesorgt werden: Gefängnis statt Freispruch oder Bewährungsstrafen.

Naturverträglicher Tourismus - eine Lösung

Die Entwicklungsländer müssen mit Bildungsmaßnahmen unterstützt werden. Denn nur wenn die Produzenten, also z.B. Bauern andere, umweltfreundlichere Wege erklärt bekommen, können sie diese auch gehen. So muss den Einheimischen klar gemacht werden, was ihr eigenes Handeln bewirkt und es müssen ihnen andere Wege aufgezeigt werden. Eine Möglichkeit könnte hierbei der sanfte, naturverträgliche Tourismus sein: Whalewatching statt Whalehunting, Führungen durch den Nationalpark, anstatt Abschuß von Tieren.

Auch bringt in den Tropen eine Vermarktung der Waldprodukte (Pflanzenprodukte, wie z.B. Früchte) auf die Dauer ein vielfaches ein, wie die Zerstörung der Wälder. Aufgabe der Entwicklungshilfe muss es sein, solche Konzepte zu entwickeln und dann vor Ort durchzuführen. Hier darf es sich aber nicht um eine reine "Politik der Industrienationen" drehen. Die Konzepte müssen in Übereinstimmung mit den Kulturen der anderen Länder ausgearbeitet und dort von Einheimischen weiter verbreitet werden.

Die Behörden und Kreditinstitute müssen dringend einen echten Umweltkatalog erarbeiten, der bei Projektfinanzierungen zu rate gezogen wird. Außerdem müssen Regeln geschaffen werden, wonach Einheimische direkt in die Projektplanungen eingebunden werden und Anhörungen vor Ort stattfinden. Solche Projekte, wie Papierfabriken, die Tropenholz für ihre Produktion verwenden und die umliegenden Flüsse stark verschmutzen, oder Erdöl-Pipelines, die quer durch den Regenwald führen, dürfen nie mehr finanziell unterstützt werden (Hermes-Bürgschaften!)!

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