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CITES
- die einzelnen Anhänge und deren Bedeutung

Das Kernstück des Übereinkommens bilden drei Anhänge, in denen Arten, Unterarten und Artengruppen mit gleichem Schutzstatus aufgelistet sind:

  • Anhang I enthält Arten, die wegen ihrer bereits geringen Bestände oder wegen des starken Handelsdrucks akut vom Aussterben bedroht sind. Internationaler - d.h. grenzüberschreitender - Handel mit diesen Arten für kommerzielle Zwecke ist verboten. Dieser "Feuerwehr-Anhang" umfaßt heute knapp 700 Tier- und Pflanzenar-ten. Trotz zahlreicher Schmuggel-Fälle konnten auf diese Weise etliche Arten wie der Bengaltiger, die großen Fleckkatzen, der Riesenotter und - vor wenigen Jahren erst - der Afrikanische Elefant im letzten Augenblick vor der endgültigen Ausrottung bewahrt werden.
     
  • Die Aufnahme einer Art in Anhang II hingegen soll - um im Bild zu bleiben - verhindern, dass es "zu brennen" beginnt. Die hier verzeichneten Arten sind, obwohl han-delsrelevant, noch nicht unmittelbar vom Aussterben bedroht, könnten es aber werden, wenn der Handel mit ihnen nicht stark reguliert und kontrolliert wird. Exemplare dieser Arten dürfen nur mit einer Ausfuhrgenehmigung der zuständigen Behörden des Ursprungslandes aus- und eingeführt werden, die auf einem wissenschaftlich begründeten "Unbedenklichkeitsattest" (Non-detriment-finding) beruhen soll. Aus ökologischer Sicht und im Hinblick auf den Schutz der Biologischen Vielfalt ist diese Vorsorge-Bestimmung eigentlich die wichtigste des Übereinkommens, leider aber auch seine größte Schwachstelle. Es dürfte sonst nicht dazu kommen, dass auf jeder Vertragsstaatenkonferenz zahlreiche Arten aus Anhang II in Anhang I hochgestuft werden müssen. 1994 traten 27 Arten ihre traurige Karriere als "vom Aussterben bedroht" an. In Anhang II sind momentan ungefähr 29.000 Arten gelistet, wobei allein 25.000 Einträge auf Orchideen entfallen.
     
  • Der Anhang III enthält Arten, für die nur von einzelnen Ursprungsländern eine Handelskontrolle nach dem Muster für Anhang II-Arten gewünscht wird. Die meisten Einträge haben Ghana, Indien, Honduras und Costa Rica veranlaßt, die ihre Tierwelt vor dem Zugriff des Tierhandels schützen wollen. Importe von Exemplaren der selben Arten aus anderen Ländern bedürfen nur eines Ursprungszeugnisses, welches bestätigt, dass die Tiere nicht in den jeweiligen Antragsländern gekauft wurden.

Weitere Informationen zum CITES:


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