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(Aus-)Sterben für Asiens Apotheken und Märkte
- Wildtiere in der "Volksmedizin"

Laut Rezepten der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) hilft der Schädel von Affen bei Kopfschmerzen, Bärengalle bei Bluthochdruck, der Panzer von Schildkröten gegen Heiserkeit, Schlangenfett gegen Asthma und Tigerknochen bei Rheuma. Kurz um, es wird fast jeder exotischen Tierart in der Chinesischen Medizin eine heilende Wirkung nachgesagt. Dies bringt riesige Probleme mit sich, da die Übergänge zwischen Nahrung und Medizin fließend sind. Die Eigenschaften des Wildtieres sollen durch dessen Verzehr auf den Konsumenten übergehen.

Pro Wildlife e.V. aus München beschreibt in einem Faltblatt die Märkte in China, Vietnam und Korea als "ein Ort des Grauens": "In engen Käfigen zusammengepfercht werden hier kleine Affen, unzählige Vögel, Schuppentiere, Katzen und Kaninchen angeboten. In Kisten oder Plastikwannen warten tausende von Schildkröten auf ihren Tod - einigen von ihnen haben die Händler bereits die Beine abgehackt oder den Panzer geöffnet, doch die zähen Tiere überleben diese Tortur stunden- oder gar tagelang."

Zwar gibt es Bemühungen einiger Länder, die Nachfrage zumindest teilweise wenigstens durch Nachzuchten abzudecken, aber auch diese Tiere werden sehr häufig der Natur entnommen. Und auch die Tortur in den Farmen ist sehr brutal und aus Sicht von Tier- und Artenschutzverbänden keinesfalls akzeptabel: Die z.B. in China gehaltenen Kragenbären, deren Gallensaft abgezapft wird, leiden unter Koliken. Der für die Verdauung benötigte Saft wird den Tieren zweimal täglich durch Katheter abgelassen. Die zähen Bären können sich gegen ihr schmerzvolles Schicksal aber nicht wehren und überleben diese Tortur jahrelang.

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